Aus aktuellem Anlass:
antisemitische Übergriffe in Magdeburg
1. Was ist geschehen?
In Magdeburg fand am 27.01.2007 anlässlich
des Jahrestages der Befreiung des Auschwitz-Stammlagers Monowitz
durch die Rote Armee eine antifaschistische Kundgebung unter dem
Motto "...daß Auschwitz nicht sich wiederhole"
statt. Dazu aufgerufen hatte u.a. das Antifa-Infoportal
Magdeburg. Während der Veranstaltung kam es zu verbalen
Provokationen und im Anschluss zu gewalttätigen Übergriffen
gegen TeilnehmerInnen der Kundgebung. Die TäterInnen stammen
aus dem Umfeld der "Autonomen Antifa Magdeburg"
(AAMD), "Gruppe Internationale Solidarität"
(GIS) und der "Frauengruppe Magdeburg".
Die AAMD hat ihr Handeln
im Nachhinein schriftlich damit gerechtfertigt, dass sie in ihrer
"internationalistischen Stadt" keine "antideutsche
Politik" "dulden" werde. Darunter fallen offenbar
auch Kundgebungen, die sich gegen Antisemitismus wenden und die
kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte suchen.
Die AAMD hat im selben Text angekündigt, dass sie ein solches
Handeln gegen missliebige AntifaschistInnen weiterhin in Betracht
zieht.
Wir fordern die AAMD, GIS und die Frauengruppe
zum Rückzug aus sämtlichen antifaschistischen Strukturen
auf. Wir verlangen, Drohungen gegen und Angriffe auf unsere GenossInnen
in Magdeburg – u.a. das A.I.P. und die Gruppe45 – zu
unterlassen. Wir bitten andere Gruppen, jede Kooperation mit der
AAMD, GIS und der Frauengruppe einzustellen, von einer Bündnisarbeit
mit ihnen abzusehen und sie nicht weiter an der eigenen politischen
Arbeit zu beteiligen.
— ROADMAP-Wegroup im Februar 2007
2. Aus einem Veranstaltunsbericht von Betroffenen:
Auf dem Rückweg
zum Bahnhof wurden einige Menschen aus Leipzig von Mitglieder_innen
und Menschen aus dem Umfeld der AAMD und GIS Magdeburg verfolgt.
Im Einkaufszentrum City Carré griffen dann drei Menschen
(aus AAMD, GIS und der Frauengruppe Magdeburg) eine Person aus
Leipzig an. Nachdem die Person mehrfach kräftig geschuppt
worden war, folgten Schläge ins Gesicht. Eine Frau, die die
Angreifer abhalten wollte, wurde daraufhin mit der Faust ins Gesicht
geschlagen. Grund des Angriffs war vermutlich die israelsolidarische
Haltung des Angegriffenen. Unter Beschimpfungen mussten die Antifaschist_innen
aus Leipzig ihren Weg zum Bahnhof fortsetzen.
Siehe auch: bericht
beim A.I.P.
3. Die "Stellungnahme" der "AAMD"
Die schriftliche Stellungnahme und Selbstbezichtigung
der AAMD findet
sich auf deren Website. Da der Text im Nachhinein durch die
AAMD noch editiert und um einige Legenden angereichert wurde, dokumentieren
wir hier beide verbreiteten Fassungen (Rechtschreibung
und Textsatz wie im Original):
a) 1. Text vom 01.02.2007
Am 27.1.2007 veranstaltete
das Antifa Infoportal Magdeburg eine Kundgebung in der Magdeburger
Innenstadt zum "Holocaustgedenktag" unter dem Motto
" ... dass Auschwitz sich nicht wiederhole " . Extra
für die Kundgebung wurden Antideutsche Spinner aus Halle
/ Leipzig angefordert , welche natürlich auch kamen. Anwesend
waren 34 Antideutsche , dabei waren weniger als ein drittel aus
Magdeburg(AIP,Gruppe45). Desweiteren waren ca. 15 Personen aus
dem Umfeld der GIS, AAMD und Frauengruppe anwesend. Als um 13.00
Uhr die Kundgebung begann holten dann die Antideutschen ihre Israelfahnen
raus und versuchten zu provozieren. Wir hatten jedoch keinen Bock
auf das platte Antideutsche Niveau und gingen zu einer Kundgebung
des VVN-BdA. Gemeinsam mit dem VVN-BdA veranstalteten wir dann
eine Kundgebung im Rahmen ihrer NPD Verbotskampagne am Denkmal
für die Roma und Sinti. Auch die Mitglieder des VVN-BdA teilten
mit uns die Meinung, dass Israelfahnen nicht Antifaschistische
Politik symbolisierten und distanzierten sich von Antideutschen.
Auf dem Rückweg nach Hause (Stadtfeld) kamen uns dann die
Antideutschen entgegen , welche auch zur VVN-BdA Kampagne wollten.
Da diese aber vorbei war bewegten sich dann auch die Antideutschen
in Richtung Bahnhof. Dabei gingen die Antideutschen dann vor uns(
laut AIP fühlten sie sich verfolgt). Im Einkaufszentrum City
Carre begegnete uns dann ein Nazi im Thor Steinar Outfit. Die
Antideutschen "übersahen" diesen jedoch und gingen
weiter. Anstatt den Nazi umzuhauen provozierte dann ein Antideutscher
aus Leipzig ein Mitglied der AAMD und begann sich mit ihm zu schubsen.
Als ein weiteres Mitglied der AAMD hinzukam wurde dieser der von
dem Antideutschen getreten. Ein weiterer Antideutschen kam anschließend
hinzu, klaute ihm einen Handschuh und klatschte ihm ein paar.
Nach kurzem Gespräch haben sich die Antideutschen dann verpisst
und sind nach Hause gefahren. Auf der Internetseite des AIP versuchen
sich die Antideutschen jedoch als Opfer darzustellen. Die Frau
, die angeblich uns von den Antideutschen trennen wollte und dabei
einen Schlag abbekam, war ein Mitglied der AAMD! Außerdem
waren die Antideutschen deutlich in der Überzahl und müssen
nicht auf Opfer tun. AIP Dies ist jedoch nicht der erste Versuch
vom AIP in Magdeburg Antideutsche Politik zu praktizieren. Bereits
im letzten Jahr unterschreiben sie das "Roadmap Papier",
verteilten bei einem ZSK Konzert den Text " Coole Kids tragen
keine Palis" , versuchten die Demo zu Frank Böttcheran
sich zu reißen (aber wollten bei der Demo keine Punks haben)
, schlossen AntifaschistInnen von einen Vorbereitungstreffen für
eine Antifa Demo aus und versuchten mit Hetzschriften gegen Internationale/
Antiimperialistische Gruppen zu wittern! Des weiteren solidarisieren
sich Die MitgliederInnen des AIP mit Israel und tragen außerhalb
von Magdeburg immer Ihre Israelfahne bei Demos/Veranstaltungen.
Magdeburg war, ist und bleibt jedoch eine Internationalistische
Stadt. Wir werden es nicht dulden dass Antideutsche versuchen
uns zu diffarmieren und Israelsolidarische Politik in Magdeburg
zu propagieren! Antideutsche Das Weltbild der Antideutschen beschränkt
sich dabei nur auf Israel, Deutschland und USA. Dabei ist Israel
nur der Staat der Juden , der aufgrund des deutschen Holocaust
gerechtfertigt ist , Deutschland hat Schuld für Alles was
passiert und die USA werden als Befreier und Firedensbringer gefeiert.
Aufgrund ihres beschränkten Weltbildes sind sie also auch
nicht in der Lage, sich in Internationale Kämpfe einzuordnen.
So muss jedeR der mit einer Israel/ USA Fahne umherläuft
sich bewusst sein, dass er kein Antifaschist ist, für Ausbeutung
und Unterdrückung steht und den täglichen Mord von tausenden
Menschen(vor allem Kindern) in Palästina, Irak, Afghanistan,
Nepal usw. akzeptiert. Wir als emanzipierte Linke Personen hingegen
stehen jedoch kritisch zu allen Nationen, vor allem gegenüber
kapitalistischen/imperialistischen Staaten! Dabei kämpfen
wir gegen jede Art von Unterdrückung, Ausbeutung, Rassismus,
Faschismus, Patriarchat, Antisemitismus usw. .Unsere Antwort auf
dieses System kann nur ein permanenter Klassenkampf von unten
sein! Dieser muss durch Internationale Solidarität gestärkt
werden! Wir rufen hiermit Zum Boykott gegenüber allen Antideutschen
Gruppen , speziell dem Antifa Infoportal Magdburg (AIP) auf!
B) 2. Text vom 02.02.2006
Am 27.1.2007 veranstaltete
das Antifa Infoportal Magdeburg eine Kundgebung in der Magdeburger
Innenstadt zum "Holocaustgedenktag" unter dem Motto
" ... dass Auschwitz sich nicht wiederhole " .Die Veranstaltung
vom Thema her ist richtig gut, aber die Interpretierung von Antideutschen
lediglich lächerlich! Extra für die Kundgebung wurden
Antideutsche aus Halle / Leipzig angefordert , welche natürlich
auch kamen. So waren insgesamt 34 Antideutsche bei der Kundgebung
, dabei waren weniger als ein drittel aus Magdeburg(AIP und Umfeld).
Des weiteren waren ca. 15 Personen aus dem Umfeld der GIS, AAMD
und Frauengruppe in der Nähe anwesend. Als um 13.00 Uhr die
Kundgebung begann holten dann die Antideutschen ihre Israelfahnen
raus und versuchten zu provozieren. Wir machten jedoch nichts(!),
störten nicht die Veranstaltung sondern akzeptierten diese
zum Holocaustgedenktag! Wir hatten jedoch kein weiteres Interesse
auf das platte Antideutsche Niveau und gingen zu einer Kundgebung
des VVN-BdA. Gemeinsam mit dem VVN-BdA veranstalteten wir dann
eine Kundgebung im Rahmen ihrer NPD Verbotskampagne am Denkmal
für die Roma und Sinti.
Bei dieser Kundgebung waren ca. 40 AntifaschistInnen anwesend.
Auf dem Rückweg nach Hause (Stadtfeld) kamen uns dann die
Antideutschen entgegen , welche auch zur VVN-BdA Kampagne wollten.
Da diese aber vorbei war bewegten sich dann auch die Antideutschen
in Richtung Bahnhof.
Dabei gingen die Antideutschen dann vor uns (laut AIP fühlten
sie sich verfolgt). Auf dem Weg nahmen wir einem Antideutschen
noch seine Israelfahne ab! Im City Carre gab es dann eine kleine
Rangelei, diese hatte auch eine Vorgeschichte! Vor kurzem wurde
ein Mitglied der AAMD in Leipzig aufgrund seiner antiimperialistische
Haltung beschimpft und aufgefordert abzuhauen. Diese gleiche Forderung
äußerten wir dann auch im gegenüber in Magdeburg!
Der Antideutsche begann daraufhin ein Mitglied der AAMD zu schubsen.
Als ein weiteres Mitglied der AAMD schlichten wollte wurde dieser
vom Antideutschen getreten! Ein Mitglied des AIP griff auch körperlich
ein Mitglied der AAMD an!
Nach kurzem Gespräch haben sich die Antideutschen dann verpisst
und sind nach Hause gefahren. Auf der Internetseite des AIP versuchen
sich die Antideutschen jedoch als Opfer darzustellen. Die Frau
, die angeblich uns von den Antideutschen trennen wollte und dabei
einen Schlag abbekam, war ein Mitglied der AAMD! Außerdem
waren die Antideutschen deutlich in der Überzahl und müssen
nicht auf Opfer tun. Magdeburg war, ist und bleibt jedoch eine
Internationalistische Stadt. Wir werden es nicht dulden dass Antideutsche
versuchen uns zu diffarmieren und Israelsolidarische Politik in
Magdeburg zu propagieren! Aufgrund der eigenen theoretischen und
praktischen Schwäche versucht das AIP jetzt mittels erfundener
Geschichten uns zu bekämpfen.
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zuletzt aktualisiert am 03.02.2007 |